Lebenslauf

Susanne Stupp, geboren am 12. April 1969 in Köln, ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann Josef in Frechen. Nach dem Abitur 1987 begann sie an der Universität zu Köln ein Studium in den Fächern Politische Wissenschaften, Germanistik sowie mittlere und neuere Geschichte. 1996 absolvierte sie den Abschluss als Magister. Der Titel ihrer Arbeit lautete: „Der Beratungs- und Entscheidungsprozess des Hamburger Grundsatzprogramms der CDU“.

Schon während ihrer Ausbildungsphase arbeitete Susanne Stupp als wissenschaftliche Mitarbeiterin für Dr. Jürgen Rüttgers MdB in Bonn. Sowohl im Abgeordnetenbüro als auch im Wahlkreisbüro. Sie unterstützte Rüttgers in vielfältigen Themen aus dem Wahlkreis und lernte den Rhein-Erft-Kreis in dieser Zeit gut kennen. 1996 blieb  Susanne Stupp in Bonn, wechselte aber zur Bundesschatzmeisterin der CDU. Als Referentin baute sie dort ein Direktmarketingsystem mit auf. Von Januar 1999 übernahm sie bei den Quarzwerken in Frechen die Aufgabe als Referentin für interne und externe Kommunikation.

Von 2007 an arbeitete Susanne Stupp selbständig für die UNESCO Welterbestätte, die Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl. Als Ausstellungskuratorin entwickelte sie die Ausstellung „Eine Republik rollt den Teppich aus: Staatsempfänge auf Schloss Augustusburg 1949-1996“ mit, die tausende Besucher anlockte. 2010 wurde sie Organisationsleiterin beim Jahreskongress der Europäischen Senioren Union. Über 150 Delegierte aus ganz Europa fanden sich im November 2010 in Bad Honnef ein und diskutierten und verabschiedeten die Erklärung von Bad Honnef mit dem Titel: „Senioren – eine Stütze der Gesellschaft, Bürgerschaftliches Engagement – der unverzichtbare Beitrag älterer Menschen in unserer Zeit der zunehmenden Langlebigkeit“. Seit 2011 ist Susanne Stupp Referentin für Gesundheitspolitik bei der Barmer GEK in Düsseldorf.

Schon während des Studiums engagierte sich Susanne Stupp in der Frechener Politik. Seit 1994 sitzt sie ununterbrochen im Rat der Stadt Frechen. 1999 wurde sie zur Fraktionsvorsitzenden gewählt, seitdem hat sie das Amt inne. Seit 2009 ist Susanne Stupp erste stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Frechen. Zwei Jahre später wurde sie zur Stadtverbandsvorsitzenden der CDU Frechen gewählt. Ihr persönliches Engagement gilt vor allem den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Kultur in der Stadt.

Über den Beruf und die politische Tätigkeit hinaus kümmert sich Susanne Stupp um zahlreiche gesellschaftliche und ehrenamtliche Projekte. Im August 2000 wird sie Mitbegründerin des Frechener Geschichtsvereins. Im Juni 2006 übernimmt sie die Schirmherrschaft der Frechener Tafel. Und auf der Bühne des Amateurtheaters Harlekin schlüpft sie in die verschiedensten Rollen – ob Klassiker wie Shakespeare, Krimi a la Hitchcock oder Komödie nach Woody Allen. Sie wirkt an vielen Kulturprojekten in Frechen mit.

Susanne Stupp

Interview zur Bürgermeisterwahl 2015

Darf ich meinen Taschenrechner benutzen? (lacht) Nein, ganz im Ernst, da habe ich den Überblick verloren. Es gab in den vergangenen Wochen kaum einen Tag, an dem ich nicht unterwegs war, oftmals gleich zu unterschiedlichen Terminen. Aber das gehört zur Bürgermeister-Kandidatur und die Gespräche machen mir auch Spaß. Ich rede gerne mit anderen Menschen und höre genauso gerne zu. In der Beziehung bin ich eine waschechte Frechenerin!
„Ach, Sie sind die, die gegen Hans-Willi antritt?“

Hans-Willi Meier, der amtierende Bürgermeister.

Ja. Aber dem Mann konnte schnell geholfen werden. Als ich ihm erklärt habe, dass ich unter anderem auf Wunsch von Hans-Willi Meier dessen Nachfolge antreten möchte, hat er gesagt: „Dann kriegen Sie meine Stimme!“

Hans-Willi kennt ganz Frechen! Von Bürgernähe zu sprechen, wäre viel zu kurz gesprungen. Das ist Menschennähe. Aber Hans-Willi hat ja auch als Bürgermeister in den vergangenen 16 Jahren unglaublich viel erreicht. Die Stadt war mit dem Haushalt nie unter Wasser. Er hat Firmen in Frechen angesiedelt, hat Arbeitsplätze geschaffen und die Stadt städtebaulich weiterentwickelt. Seine Bilanz kann sich wirklich sehen lassen. Mir ist ganz wichtig, dass wir an diese Erfolge weiter anknüpfen und jetzt nicht in alte Sünden zurückfallen.

Was meinen Sie damit?

Die Stadt ist heute mit ihren Aufgaben und Projekten an den Grenzen des Möglichen. Wir stecken erhebliche Investitionen in die Sanierung und den Ausbau unserer Schulen und in die Modernisierung unserer Sportplätze und –hallen. Mittlerweile hat jeder Stadtteil seinen eigenen Kunstrasenplatz. Das hat die CDU bewusst vorangetrieben. Ich habe aber den Eindruck, dass die Opposition jetzt im Wahlkampf schon wieder das Blaue vom Himmel verspricht. Wir dürfen die Stadt finanziell keinesfalls überfordern. Darunter leiden alle.

Inwiefern?

Es ist kein Geheimnis, dass viele Kommunen im Kreis auf die Gewerbesteuern eines großen Energieunternehmens in der Region angewiesen sind. Dem Unternehmen geht es schlecht und die Steuern brechen weg. Wenn wir also jetzt nicht solide und mit Augenmaß wirtschaften, fallen wir unter das Haushaltssicherungsgesetz des Landes. Damit ist unsere Haushaltsautonomie in Gefahr. Das hätte Konsequenzen für alle freiwilligen Leistungen der Stadt, zum Beispiel bei der Jugend- und Sozialarbeit oder bei der Förderung der Vereine.

Was ist zu tun?

Es gibt kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen. Kurzfristig müssen wir aufpassen, dass wir auf der Ausgabenseite sehr diszipliniert vorgehen. Ich warne davor, den Bürgerinnen und Bürgern irgendwelche Märchen zu erzählen. Der verabschiedete Haushalt ist einzuhalten. Mittel- und langfristig geht es darum, die Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen zu verringern und die Einnahmen auf breitere Schultern zu verteilen. Dabei ist die Stadt in den vergangenen Jahren mit der von Hans-Willi Meier betriebenen Ansiedlungspolitik gut vorangekommen. Ich bin überzeugt, dass wir im Bereich von Dienstleistungen und in den Wissens-Branchen wie IT, Internet und Beratung weiter ausbauen könnten. Die Lage Frechens zwischen den Universitätsstandorten Köln, Bonn und Aachen ist dafür ideal.

Der Rat der Stadt Frechen hat einen Vorratsbeschluss gefasst. Er sieht die Erhöhung der Grundsteuern für den Fall vor, dass der Gang unter das Haushaltssicherungsgesetz konkret droht. Wir halten das für vertretbar, weil Frechen im Vergleich zu anderen Städten und Kommunen nach wie vor geringere Steuersätze hat und auch mehr freiwillige Leistungen für seine Bürger erbringt. Aber wenn wir können, werden wir Steuererhöhungen natürlich verhindern.
Der Bürgermeister von Frechen ist zugleich Verwaltungschef. Er trägt die volle Verantwortung. Ich werde nicht als Kandidatin Versprechungen machen, die ich als Bürgermeisterin und Verwaltungschefin nicht einhalten kann. Die Bürger sollen bei mir genau wissen, woran sie sind.
Die drei Parteien haben sich auf einen sehr vernünftigen Koalitionsvertrag für den Rest der Wahlperiode verständigt, hinter dem ich voll und ganz stehen kann. Es ist gut zu wissen, dass wir zusammen die große Mehrheit im Rat stellen. Wenn Bürgermeister und Ratsmehrheit Hand-in-Hand arbeiten können, ist das für die Stadt deutlich besser, als wenn sich die beiden Kräfte ständig blockieren.

Interview

Auf dem „klassischen Weg“. Ich bin aufgewachsen in einem politischen Haushalt. Mein Vater war kommunalpolitisch aktiv, so dass ich politisches Engagement als Teil des gesellschaftlichen Lebens schon früh kennengelernt habe. Mit 14 Jahren bin ich dann zur Jungen Union gekommen. Später bin ich in die CDU eingetreten, durfte verschiedene Ämter ausüben und 1994 erstmals für den Stadtrat kandidieren, dem ich bis heute mit großer Freude angehöre. Die grundlegende Motivation war immer, etwas gestalten zu wollen. Ich kann bis heute nicht verstehen, wie man sich über Dinge ärgert und dennoch nicht bereit ist, sie zu ändern!
Die Kandidatur um das Amt der Bürgermeisterin ist nicht meine alleinige Entscheidung gewesen. Es waren vielmehr politische Freunde und auch der amtierende Bürgermeister Hans-Willi Meier, die vor einiger Zeit schon den Gedanken an mich herangetragen haben. Ich habe lange abgewogen, ob ich es machen soll, und erst zugesagt, als ich davon überzeugt war, dass ich das auch kann. Denn seit der Abschaffung der Doppelspitze leitet der Bürgermeister auch die Verwaltung und trägt dabei die Führungsverantwortung für viele hundert Menschen.

Meine Ziele: Frechen ist eine wirtschaftlich starke, familienfreundliche und kulturell attraktive Stadt. Diese erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte will ich fortsetzen und weiterentwickeln.

Bunt! Da ich den Bürgermeister während seines Urlaubs bei seinen Aufgaben nach außen vertreten darf, habe ich einen guten Einblick, wie so ein Tag aussieht. Mich reizt die große Vielfalt dieses Amtes und dass man immer mit Menschen und nicht nur mit Akten zu tun hat.
Das sehe ich anders: Demokratie ist anstrengend, aber sie ist die beste Regierungsform, die es auf der Welt gibt. Daher empfinde ich demokratische Abstimmungsprozesse auch nicht als langwierig, sondern als wertvoll. Wenn man die Argumente der anderen ernsthaft anhört, gewinnt man in jedem Abstimmungsprozess an Erfahrung.
Am Ende wird alles gut. Und wenn nicht alles gut ist, dann ist eben noch nicht Ende.
An einem Abend im Theater mit dem „Kribbeln“ vor der Aufführung, dem nicht beschreibbaren Gefühl, wenn man in seiner Rolle völlig aufgeht, und dem puren Glück beim Schlussapplaus!
Ich bin vor fast drei Jahrzehnten in die CDU eingetreten, weil ich gestalten wollte. Ich wollte mittun und nicht nur meckern. Ich wollte meinen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten, statt am Rande zu stehen und alles besser zu wissen. Schritt für Schritt habe ich dann mehr und mehr Verantwortung übernommen, als Fraktionsvorsitzende, als Parteivorsitzende und als stellvertretende Bürgermeisterin meiner Heimatstadt. Die Aufgabe als hauptamtliche Bürgermeisterin wäre der Höhepunkt!

Beruf

1991 –1996  

Wissenschaftliche Mitarbeiterin von Dr. Jürgen Rüttgers MdB, Bonn

1996 – 1998 

Referentin der Bundesschatzmeisterin der CDU Brigitte Baumeister, Bonn

1999 – 2007

Referentin für interne und externe Kommunikation, Quarzwerke GmbH, Frechen

2007 –2009

Ausstellungskuratorin für die UNESCO Welterbestätte Schlösser Augustusburg und Falkenlust, Brühl

2009 – 2010

Referentin des Ministerpräsidenten Dr. Jürgen Rüttgers, Düsseldorf

2011 – 2011

Organisationsleiterin beim Jahreskongress der Europäischen Senioren Union, Frechen

Seit Juli 2011 

Referentin für Gesundheitspolitik, BARMER GEK in Düsseldorf

Politische Tätigkeit

Seit 1994

Mitglied des Rates der Stadt Frechen

Seit 1999

Vorsitzende der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Frechen

Seit 2009

Erste stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Frechen

Seit 2011

Stadtverbandsvorsitzende der CDU in Frechen

Junge Union Frechen

1985 – 1987

Stellvertretende Vorsitzende

1987 – 1990

Vorsitzende

1990 – 1992

Stellvertretende Vorsitzende

1999 – 2004

Geschäftsführerin

Ehrenamtliches

2000

Mitbegründerin des Frechener Geschichtsvereins

Seit 2006

Schirmherrschaft über die Frechener Tafel e.V.

Gesellschaftliches

Schauspiel im Amateurtheater Harlekin, Frechen

Mitwirkung in zahlreichen Kulturprojekten